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Sehr geehrte Frau Merkel, ich weiß nicht ob ihr Leben bis jetzt Opfer einer Krise oder eines Unglücks geworden ist. Das sie nur ans „Überleben" gedacht haben. Ich weiß nicht ob Sie bis jetzt schon eine bittere Erlebnis aus Einsamkeit gehabt haben oder nicht, dass Sie die Hilflosigkeit gespürt haben. Ich weiß nicht ob Sie wegen Verteidigung ganz gewöhnlicher Rechte bis auf Ende ihres Lebens kämpfen mussten. Frau Merkel, dieser Brief wird von einer Frau und Journalistin geschrieben. Mit Absicht tu ich diese beiden Begriffe trennen, da in meinem Land IRAN, eine Journalistin zu sein und noch schlimmer eine Frau zu sein, Ursache von Leid und ertragen von unerträglichen Dinge bedeutet. Sie können es kaum fühlen, da Sie nicht im IRAN leben. In meinem Land kann man sich nur mit Illusionen von Freiheit befriedigen und nichts weiter. In meinem Land werden Menschen vom Absolutismus der Politik und Religion beherrscht, die alle Dimensionen ihres Lebens mit Gewalt und Sanktionen umgibt. Ich bin eine Journalistin und schlimmer noch eine Frau. Eine Frau, die als Muslimin geboren wurde. Aber will nicht von einer Konfession gefesselt werden, die die Frauen nur im dunklen Kammern als Sklave und Gefangene hält. Eine Frau, die nicht von Vorschriften des Islam gezwungen werden will, sich verschleiern und zur Stubenhockerin werden will. Kein Muslim sein zu wollen, ist in meinem Land ein unverzeihbares Verbrechen und wird durch Galgen bestraft. Ich war eine Journalistin. Mir war bewusst, dass es eine Sünde ist, eine Journalistin zu sein. Wenn eine Journalistin sich verantwortlich fühlt, über die Politiker ihres Landes kritisches zu schreiben wird das ohne Zweifel ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation in Gefahr bringen. Die Anzahl von Journalisten und Frauen in Gefängnisse im IRAN ist so hoch, dass ich davon ausgehe, dass Sie bestimmt davon gehört haben. Frau Merkel, für eine Bürgerin, die gegen die Politik |
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und Religion ihres Landes ist, ist Überleben einer schwierigen Sache. Es ist kein Kampf um Maximale zu erreichen, sondern um die minimalen Dinge zu erreichen, die man uns weggenommen hat. Minimales Recht auf Leben, Freiheit, Sicherheit, Zufriedenheit und Menschenrechte und andere Erwartungen, die vielleicht für andere Menschen auf diesem Planet als selbstverständlich zählen. Ich weiß nicht ob diese Auffassung für Sie glaubwürdig ist oder nicht. Ob Ihnen klar geworden ist, dass eine Frau und eine Journalistin zu sein und dabei gegen Regeln und verfaulte Gedanken der Gesellschaft zu kämpfen und gegen Politiker, die sich als Gottvertreter auf der Erde bezeichnen wiederstehen, was für ein Konsequenzen tragen muss. Politiker, die mit Unterstützen von Geld, die sie bei Erdölgeschäfte, Dämonen der Dunkelheit sind und falls sie eines Tages dazu kommen können, werden sie die ganze Welt unter ihre Herrschaft und Eigenwilligkeit kriegen. Die Abreise aus meinem Heimatland und das Leben in Deutschland hat mich mit neuen Eindrücken von diesem Land bekannt gemacht. Die heutigen Erlebnisse sind noch eindrücklicher. Schon im IRAN habe ich Bekanntschaft mit Werken von Hegel, Nitzsche, Kant, Hermann Hesse und anderen wichtigen Persönlichkeiten gemacht. Ich liebe klassische Musik von Mozart, Bach und Beethoven. Schön war die Bekanntschaft mit Liebeswürdigen Menschen, die mit einem Lächeln mich willkommen hießen, damit ich mein Heimweh vergesse. Bitter ist andererseits, dass ich jetzt ein Jahr in Deutschland bin aber die Beamten glauben immer noch nicht, dass ich nicht aus Freude mein Land verlassen habe. Sie sehen die Leiden und Schmerzen, die im Iran auf mich geraten sind nicht schmerzhaft genug, dass sie mir erlauben hier zu bleiben. Sie glauben nicht, dass ich genauso wie anderen Menschen Recht auf Leben habe. Ich habe als eine Jungen Mensch Recht auf Freude und Freiheit. Sie sehen nicht, dass ich nicht hierher gekommen bin um eine Last der Gemeinschaft zu werden, sondern ich betrachte mich als ein Teil dieser Gemeinschaft und werde mir alle Mühe geben um meine Fähigkeiten zur Verbesserung dieses Landes zu verwenden.
Frau Merkel, ich bin an der Stelle, als Frau und Journalistin, verantwortlich, ein Bild von der schwierigen Lage im Iran zu beschreiben. Und auf den Grund der schlimmen Lage für Journalisten im Iran, bitte ich, dass Sie mir die Grundlage für meinen Aufenthalt in eine Land der Ideen, Freiheit, Frieden Sicherheit und Philosophie ermöglichen. Mit Hoffnung auf diesen Tag, gestalte ich meine Gedanken und Träume. Mit freundlichen Grüßen |